Lesung Thomas Lang

 

Am Montag, den 29. Jänner 2007, fand ab 8 Uhr im großen Musiksaal des Ramsauergymnasiums eine Lesung des deutschen Autors Thomas Lang statt.

Nach der etwa halbstündigen Lesung aus seinem erst kürzlich erschienen Roman „Unter Paaren“ bestand für uns die Möglichkeit, ihm einige Fragen zu stellen. So erfuhren wir, dass Thomas Lang durch das Lesen zum Schreiben kam, und dass er sich beim Schreiben nicht von vornherein vornimmt irgendwelche besonderen Stilmittel zu verwenden, da diese oft einfach nur durch Ausprobieren in den Text eingearbeitet werden.

Es wurde auch gefragt, wie lange es dauert, bis ein Buch dieser Art entsteht. Lang sagte, dass er bereits im Sommer 2001 mit dem Buch begonnen habe. Damals hatte er eine Idee, die immer wieder verändert wurde, doch die Grundstruktur blieb erhalten.

 Bevor er anfängt zu schreiben, ist es für ihn wichtig, eine Art Plan anzufertigen, um der Handlung Struktur, Dynamik und Spannung zu geben.

Natürlich ist das Ziel eines jeden Autors, Bücher zu verkaufen, doch für ihn seien Bücher auch ein unverzichtbares Medium für Zwischenmenschliches.

Seiner Meinung nach sind die Hauptfiguren der Bücher  bei manchen Autoren Spiegelbilder der Menschen in ihrer Umgebung. Das ist manchmal beabsichtigt, doch es kommt auch vor, dass  es dem Autor gar nicht richtig auffällt, dass er über Bekannte in einer „verschlüsselten“ Form schreibt. Das trifft jedoch nicht nur auf Personen zu, sondern auch oft auf diverse Begebenheiten, Fernsehserien etc.

Die Frage, ob er Vorbilder habe, wollte er mit keinen Namen beantworten, da es sehr viele Schriftsteller gibt, die er schätzt. Außerdem ist das auch sehr vom Alter und dem damit verbundenen Interesse verbunden.

Ein zentrales Thema eines Autors ist das Geld. Es gibt kein regelmäßiges Einkommen und so ist es schwierig, vom Schreiben zu leben, wenn man nebenbei, wie auch Lang, noch eine Familie zu ernähren hat. Der Verdienst beträgt nur 10 % vom Nettopreis plus Vorschuss. Es wäre also ratsam, sich ein zweites Standbein zu suchen, da es auch immer mal wieder vorkommt, dass der Verlag ein Buch ablehnt. Das kommt vor allem bei nicht so bekannten Autoren vor, doch in einigen Ausnahmefällen wurden auch schon Bücher eines Bestsellerautors abgelehnt, da sich die Interessen der Leser geändert hatten.

Zum Abschluss wollte Lang von uns wissen, ob wir das Buch auch gekauft hätten oder darauf aufmerksam geworden wären, wenn es nicht „Unter Paaren“ sondern „Feuerwanzen“ geheißen hätte. So wäre nämlich der Titel des Buches gewesen, den er sich ursprünglich vorgestellt hätte, doch sein Verlag hätte diesen Titel abgelehnt. Das Ergebnis erfreute ihn, denn die Mehrheit hätte auf jeden Fall danach gegriffen. Den Titel fand eigentlich niemand so wirklich schrecklich, einigen hätten den nicht so alltäglichen Titel  bevorzugt.

 

Christina Grill, 7S